Arbeit an Sportentwicklungsplanung wieder aufgenommen
Pressemitteilung der Stadt Rüsselsheim vom 31.08.2020

 

Welche Entwicklungen im Vereinssport sind für die Weiterentwicklung der kommunalen Sportstätten wichtig? Welche Bedarfe gibt es in den kommenden Jahren? Was ist hinsichtlich des Themas Inklusion zu berücksichtigen? Und was benötigt eine Stadt wie Rüsselsheim, in der über 100 verschiedene Sportarten ausgeübt werden, generell an Sportstätten? Diesen und weiteren Fragen geht die aktuelle Sportentwicklungsplanung der Stadt Rüsselsheim am Main nach. Ein Prozess, der gemeinsam mit den Sportvereinen angestoßen wurde, der zu Jahresbeginn aber coronabedingt ausgesetzt werden musste. Jetzt wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Begleitet wird das Projekt vom Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) aus Stuttgart.

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Sportvereinen, Politik und Verwaltung waren der Einladung von Oberbürgermeister Udo Bausch in die Stadthalle gefolgt, um bei der Auftaktveranstaltung dabei zu sein und gemeinsam zunächst die Stärken und Schwächen der derzeitigen Sportsituation zu analysieren. Auf dieser Basis soll in den kommenden Monaten die Sportentwicklungsplanung fortgeschrieben werden. Ziel ist, in kooperativer Weise, die Interessen des Vereinssports, der Politik, der Stadtgesellschaft und die Umsetzungsmöglichkeiten durch die Verwaltung zusammenzubringen. Koordiniert und organisiert werden die Sitzungen vom Amt für Sport und Bewegung, das allen Beteiligten als Ansprechpartner dient.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung von Sportangeboten und Sportanlagen, aber auch der Organisationsformen von Vereinen und Institutionen. Denn bundesweit unterliegen wie in Rüsselsheim das Sportverhalten, die Organisationsformen innerhalb von Vereinen, die tatsächlichen Bedarfe, Zielgruppen und Freizeitverhalten einem ständigen demographischen und soziologischen Wandel. Diesen Anforderungen müssen sich sowohl der Sport als auch die Sportverwaltung stellen. „Es ist mir wichtig, dass bei allen Anpassungen und notwendigen Veränderungen die Vereine von Anfang an eingebunden sind. Die Sportentwicklungsplanung muss viele Interessen berücksichtigen und darf daher nicht am grünen Tisch entschieden werden“, betont Oberbürgermeister Bausch, der den Prozess aktiv begleiten will. Es gehe nicht nur darum, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln sondern auch, gemeinsam zu lösungsorientierten, kreativen Ideen zu kommen.

In drei weiteren Sitzungen bis zum November diesen Jahres werden einzelne Themenfelder konkretisiert und Arbeitsgebiete mit Zielen und Aufgaben für die künftigen Jahre definiert. Münden wird die Projektarbeit in einem Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen, der dem Magistrat und den Stadtverordneten vorgelegt wird. Er kann als Handbuch und Leitfaden für zukünftige Entscheidungen dienen.