Harmonisch und konstruktiv
Jahreshauptversammlung des Rüsselsheimer Sportbundes

 

Unter besonderen Begleitumständen, an die man sich aber eigentlich mittlerweile längst gewöhnt haben sollte, war am Freitag (25. September) das Bürgerhaus in Bauschheim Schauplatz der diesmal arg verspäteten Jahreshauptversammlung des Sportbundes. Corona-bedingt war eine frühere Durchführung nicht möglich. Deshalb bestimmten auch zunächst die Einhaltung der üblichen Hygieneregeln die Szenerie: Mund-Nasen-Schutz (zumindest bis zum Sitzplatz) und Abstandhalten lautete das Motto für die Teilnehmer.

Gut zweieinviertel Stunden nach seiner Begrüßung beendete SB-Vorsitzender Peter Kreuzer eine Versammlung, die kaum hätte harmonischer verlaufen können. Zwar hatten lediglich zehn der Mitgliedsvereine ihre Vertreter geschickt, doch war die Politik recht stark vertreten. An deren Spitze Oberbürgermeister (und Sportdezernent) Udo Bausch sowie Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode. Ebenso Anette Tettenborn, erst vor kurzem offiziell zur Amtsleiterin des Bereichs „Sport und Bewegung“ in der Rüsselsheimer Stadtverwaltung ernannt. Sie alle unterstrichen in ihren Grußworten die Wichtigkeit des Sports – „gerade in derzeit nicht allzu angenehmen Zeiten“. Und lobten unisono die stets angenehme Atmosphäre  bei den regelmäßigen Arbeitstreffen mit den Vertretern des SB-Vorstandes, der nichtsdestotrotz immer seine Rolle als Lobbyist der lokalen Sportvereine wahrnehme.

Peter Kreuzer hob in seinem Bericht für 2019 als absoluten Höhepunkt das 50-jährige Jubiläum des Sportbundes hervor, das im vergangenen Jahr mit zwei Veranstaltungen gefeiert wurde. Sowohl die Bewirtschaftung des Weinstandes am Main (bei strahlendem Sonnenschein und mit Unterstützung ehemaliger Rüsselsheimer Spitzensportler) als auch die spätere akademische Feier im Foyer des Stadttheaters bezeichnete der Vorsitzende als „rundum gelungen“. Was auch auf die eigens zu diesem Jubiläum erstellte Festschrift zutraf. Die inzwischen abgeschlossene Neufassung der Sportbundsatzung war ein weiteres Thema. Derweil beherrschten u.a. die im Raum stehenden Nutzungsgebühren für die Großsporthalle sowie das Hallenbad die regelmäßig stattfindenden Gespräche mit dem Oberbürgermeister, dem Sportamt sowie den Fraktionen der im Stadtparlament vertretenen Fraktionen.

Alfred Segner (2. Vorsitzender des Sportbundes) informierte die Versammlung über den aktuellen Stand der laufenden Workshops bezgl. des städtischen Sportentwicklungsplanes sowie die Zusammenarbeit mit dem Sportkreis Groß-Gerau, ehe Schatzmeister Harald Schenk einen recht erfreulichen Kassenbericht („unter dem Strich mit einer schwarzen Zahl“) präsentieren konnte.

Harald Schenk war es dann auch, der den Vereinsvertretern das Konzept der neuen Sportförderrichtlinien vorstellte. Ziel: Eine gerechtere Umverteilung der zur Verfügung stehenden Mittel.

Schließlich stimmte die Versammlung auch noch der Änderung des Modus zur Wahl der Sportlerin/Sportler/Seniorensportler/Mannschaft des Jahres zu. Auch ein Trainer des Jahres soll künftig gewählt werden. Und zwar von einem extra zu benennenden 13-köpfigen Gremium, dem neben drei Mitgliedern des Sportbund-Vorstandes u.a. auch Vertreter aus drei Mitgliedsvereinen angehören. Per Losverfahren wurden der Schwimmclub, die Eintracht und die TuS diesbezgl. für die nächste anstehende Wahl ermittelt.

(hpp)

Bericht aus der Main-Spitze.