Neue Richtlinien für die städtische Sportförderung
kommen auf den politischen Weg

 

Über neue Richtlinien für die städtische Sportförderung hat der Sportbund seine Mitgliedsvereine schon bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 25. September ausführlich informiert und erhielt Zustimmung zu dem vorgestellten Entwurf. Jetzt teilt der Magistrat mit, dass die Vorlage zu den neuen Richtlinien mit ein paar Monaten Verspätung in der Sitzungsrunde ab 18. Januar zur Diskussion gestellt und abschließend in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden soll. Der Sportbund hat die Erstellung der neuen Richtlinie von Anfang an aktiv begleitet. 

Mit den neuen Richtlinien soll vor allem der Einstieg in die Förderung jener Vereine erleichtert werden, die nicht die aktuell notwendigen 15 Prozent Jugendanteile in ihrer Mitgliedschaft vorweisen können.

Die notwendige Mindestanzahl der Mitglieder soll von 50 auf 30, der Anteil der Jugendlichen (U18) von 15 % auf 5 % gesenkt werden, um förderungswürdig zu sein.

Zur sogenannten „Grundsicherung“ für die Vereinsarbeit wurde die „Basisförderung“ wieder eingeführt, also 1 € pro Mitglied über 18 Jahre und 2,50 € pro Mitglied unter 18 Jahre.

Um in den Genuss der Basisförderung für die Betriebskosten zu kommen, wird der notwendige Anteil der Jugendlichen von 15 % auf 10 % gesenkt. Für die Maximalförderung der Betriebskosten braucht es dann einen 30-prozentigen Jugendanteil statt 40% wie bisher.

Es bleibt selbstverständlich das Ziel, den Vereinsbetrieb und die Unterhaltung der eigenen Sportstätten sowie die Kinder- und Jugendarbeit sicherzustellen. Daher soll es neben der Sicherstellung des Vereinsbetriebs und der Unterstützung der Vereinsarbeit und dem Abschnitt „Sonderförderungen“ auch finanzielle Unterstützung für soziales und ehrenamtliches Engagement geben. Dazu können beispielsweise Sportabzeichen, Schwimmprüfungen, sportliche Erfolge, ehrenamtliches Engagement, Vereinsjubiläen und „Härtefälle“ gehören.

Nach den bisherigen Förderrichtlinien waren 30 Vereine antragsberechtigt. Gemäß der neuen Einstiegsklausel wären mit den neuen Richtlinien 41 Vereine berechtigt, Zuschüsse zu erhalten.

Die Förderung von Tennisplätzen soll reduziert werden, dafür wird die Förderung weiterer Outdoor Sportflächen (z.B. Beachvolleyplätze, Bouleplätze etc.) eingeführt. Neu ist, dass Fördermittel auch für die Aus- und Fortbildung von ÜL/Trainern, Schiris, Vereinsmanager in Anspruch genommen werden können. Generell soll der Aufwand zur Einreichung der Belege reduziert werden. Bei einzelnen Kriterien wird mit „Pauschalen“ gearbeitet.

Im Haushalt der Stadt stehen wie bisher 130 000 Euro für die Sportförderung zur Verfügung. Weitere 10 000 Euro sind für die Sonder- und Förderprojekte vorgesehen.